Das gewachsene Ensemble des Nidelbades mit seinem dichten, geschützten Garten ist für Rüschlikon einzigartig. Diese Ausgangslage prägt die städtebauliche Weiterentwicklung: Es entsteht ein offenes, mit der Umgebung verwobenes Quartier, das die vorhandenen Qualitäten durch einfache Setzungen ergänzt und für neue Bewohner:innen und die Quartiergemeinschaft erlebbar macht und stärkt. Das geforderte Raumprogramm wird vollständig in den Neubauten umgesetzt, um das dem Abbruch geweihten Bestandsgebäude zu erhalten und für ergänzende Nutzungen frei zu spielen. Die Vergabe des Bettenhauses im Baurecht an eine gemeinnützige Partnerinstitution ermöglicht dabei eine langfristige, etappierte Entwicklung des gesamten Areals.
Das Projekt bietet ein vielfältiges und durchmischtes Spektrum an Wohntypologien, die auf Lage und Umfeld reagieren, über ein feines Erschliessungssystem verbunden sind und auf einer Zimmerstruktur basieren, die in der weiteren Projektierung flexibel bleibt. Die Projektstrategie setzt konsequent auf CO₂-Vermeidung und Ressourcenschonung. Sie kombiniert nachhaltige Wohntypologien mit Neubauten in Holzbauweise und nutzt das Potential der Bestandesbauten. Mit den angestrebten Benchmarks lassen sich die ambitionierten Klimaziele der SIA 390/1 und des SNBS erreichen.